In einem der schönsten Winkel des Bayerischen Waldes liegt das Feriengebiet mit den drei Ortsteilen Edenstetten, Egg und Bernried zwischen 400 und 1.095 m NN. Über 100 KM Wanderwege führen durch die waldreiche Mittelgebirgslandschaft der 5.100 Seelen-Gemeinde. 368 Gästebetten in Hotels, teilweise mit Wellness, Gasthöfen, Pensionen, Gästehäusern, Ferienwohnungen, Urlaub auf dem Bauernhof, Bernrieder Akademie, Naturfreundehaus und ein Campingplatz bieten für jeden Gast Erholung in familiärer Atmosphäre. Mit einheimischen Speisen bis Gourmet können sich unsere Gäste verwöhnen lassen.
Der Ortsname Bernried ist aus der Kombination der Kurzform eines Eigennamens entstanden: "Penno" (um 1300 "Pennried"), der später wahrscheinlich zu "Pero" abgefälscht und zu "Pernried" (ca. 1441) führte. Die Bezeichnung "ried" (althochdeutsch "reod") steht für das Roden und Reuten (Ausheben von Wurzelstöcken). Die erste bislang auffindbare, urkundliche Erwähnung Bernrieds findet sich in den "Herzogsurbaren" (Beschreibung der herzöglichen Güter, Rechte und der Abgaben der Untertanen), die etwa in den Zeitraum von 1280 bis 1313 datiert werden. Die Urbaren (Monumenta Boica Band 36) weisen aus, dass es um diese Zeit fünf Anwesen in Bernried gibt, die Abgaben an den Herzog zu liefern haben. Dazu zählen Geld, Hafer, Flachs, Eier, Hühner und Käse.
(Auszug aus "Eine Kurzfassung über die Entstehung von Bernried" von Ludwig Bauer)
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Edenstetten wurde im Jahr 1287 zum ersten mal urkundlich erwähnt. An Namensformen sind überliefert: "Ottenstetten", "Et(t)enstet(t)en", "Oet(t)enstet(t)en", "Öd(te)nste(ö)t(e)n", "Edenstötten", aber auch schon um 1670 "Edenstetten". Das erste Mettener Rodungsgebiet reichte ungefähr bis zur Linie Vogelsang - Hirschenstein. Zahlreiche Ortsnamen mit der Endung -dorf weisen auf Mettener Rodungsarbeit hin. Das Tal des Mettenbachs (=Perlbach) um Edenstetten wurden später im "Amt der 18 Huben/Hufen" zusammengefaßt. Der Name taucht sowohl bei den Güterbeschreibungen des Klosters auf, als auch als "Amt Achtzehnhueben" in den Wittelsbacher Urbaren.
Eine Hube/Huf ist eine bestimmte Hofgröße, meist 20 - 30 Tagwerk. Den Namen "18 Huben" behielt Metten aber noch bei, auch als von der einstigen Grundherrschaft nur noch eine kleine Abgabe übrig geblieben war: je 30 Regensburger Pfennig zahlten im Jahr 1536 die drei Edenstettener Bauern Bernhard Hellpauer, Hans Schwarzmaier und Pankraz Schwitz an das Kloster.
(Auszug aus "St. Nikolaus Edenstetten 1287 - 1987" von Johannes Molitor, Edenstetten 1987.)
Eine mittelalterliche Burganlage, um 1103 erstmals erwähnt. Noch heute können Sie als Besucher alle Merkmale einer Burg im Originalzustand besichtigen. Das erste Burgtor mit dem Fallgitter, führt über die Burgauffahrt zur Zugbrücke, die bis vor ca. 150 Jahren in Funktion war. Zu dieser Zeit (von 1838 - 1842) wurde die ehemalige Wasserburg zum Schloss umgebaut, das bedeutet, sie wurde bewohnbar gemacht und ganz im prachtvollen neugotischen Stil restauriert. Sie erreichen den Burgvorhof mit Marienbrunnen, vorbei an der äußeren Ringmauer, die den gesamten Komplex umschließt. Zum Burginnenhof mit Ritterbrunnen und innerer Ringmauer führt eine 25-stufige Treppe. Heute haben Sie die Möglichkeit, dieses Schloss zu besichtigen. Alle Festsäle, wie Spiegelsaal, Roter und Blauer Salon, Rittersaal, Spielsaal und ein prunkvoller Konzertsaal versetzen Sie in eine Märchenwelt. Außerdem dürfen Sie im Außenbereich den 45 m hohen Burgturm erklimmen, sich dort mit der rauhen Wirklichkeit auseinandersetzen und ein Verlies sowie eine Folterkammer besichtigen. Ein kleines Archiv gibt Aufschluss über geschichtliche Begebenheiten, die romantische Burgkapelle lädt zum stillen Gebet ein.
Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit um die gesamte Burganlage zu besichtigen und verweilen Sie dann noch mit herrlichem Blick zur Burg auf der Terrasse des Schlosshotels Egg mit Restaurant "Burgstall".
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Öffnungszeiten:
April: Sonn- und Feiertage 10.00 bis 16.00 Uhr
Mai: täglich 10.00 bis 16.00 Uhr
Juni, Juli, August: täglich 10.00 bis 17.00 Uhr
September: täglich 10.00 bis 16.00 Uhr
Oktober: Sonn- und Feiertage 10.00 bis 16.00 Uhr
Anmeldungen für Gruppen und Schulklassen an:
Schloss-Verwaltung Egg D-94505 Bernried
Telefon: 09905/80 01 Telefax 09905/82 62
Schlossrestaurant Egg "Burgstall"
Telefon 09905/ 2 89 Telefax 09905/82 62
www.schloss-egg.de · info@schloss-egg.de
Etwa 766 gegründet, blieb das Kloster Metten seither kultureller Mittelpunkt des Gebietes zwischen Straubing und Deggendorf. In den vergangenen Jahrhunderten wurden zahlreiche Mönche in neugegründete Abteien und Universitäten entsandt. Die Pflege der Wissenschaften wurde in Metten zu jeder Zeit groß geschrieben.
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Ein allseits bekanntes Prunkstück des Mettener Benediktinerklosters ist die prächtige Bibliothek mit rund 200.000 Bänden. Die Stuckfiguren sowie die Wand- und Deckenstukkaturen wurden von dem Österreicher Franz Josef Ignaz Holzinger und Frater Albert Bärtl aus Metten geschaffen. Die Deckenfresken stammen von dem Sterzinger Maler Innozenz Waräthi. Die prächtigen Bücherschränke fertigte der Straubinger Schreiner Jakob Schöpf. Die Bibliothek wurde unter Abt Roman II. Märkl im Anschluss an die Barockisierung der gotischen Stiftskirche in der Zeit um 1726 im Stil des Spätbarock ausgestattet und zählt zu den Höhepunkten der Dekorationskunst des 18. Jhs. Der Zugang führt durch ein prachtvolles Barockportal aus verschieden farbigem Marmor. Die großen Stuckfiguren, die das Portal flankieren, sind Allegorien der Weisheit und der Religion. Durch das Portal gelangt der Besucher in den mittleren der drei Raumkompartimente. Das flache, mit gerahmten Fresken ausgestattete Gewölbe, wird im Mittelraum von zwei, in den Seitenräumen von jeweils einem Atlantenpaar gestützt. In den reich mit Bandelwerk ausgezierten tiefen Fenstergewänden sehen Sie in runden Medaillons Bildnisse von Benediktinerheiligen. Neben einem Antiphonar (um 1437) sind für das Kloster bedeutende historische Dokumente ausgestellt. Im Osttrakt des unter Abt Augustin II. Ostermayer (1730-1742) im Jahre 1734 begonnenen Komplexes um den dritten Klosterhof befindet sich der Festsaal. Architekt war Benedikt Schöttl. Die einfühlsam gestaltete Stuckdekoration des Straubinger Bildhauers Matthias Obermayer setzt Akzente. Oberhalb der Sockel befinden sich zwischen mächtigen Pilastern große, getönte Leuterkartuschen, die den Raum wie einen Kranz umfangen. Das Deckenfresko wurde 1755 von dem Regensburger Maler Martin Speer geschaffen.
EXTRA: Jedes Jahr im Sommer findet in diesem Festsaal eine anspruchsvolle Konzert-Reihe statt. Und auch die Europäischen Wochen haben hier einen würdigen Veranstaltungsort gefunden. Weitere Infos und Programm: 0991/9 10 81 13 und 9 10 81 45
FÜHRUNGEN: Führungen durch die Mettener Abtei mit Klosterkirche, Bibliothek und Festsaal: täglich (außer Montags) um 10.00 Uhr und 15.00 Uhr; keine Führungen an kirchlichen Feiertagen, in der Zeit vom 24.12. bis 6.1. und in der Kar- und Osterwoche. Infos bei der Abtei Metten unter Tel. 0991/91 08-0